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Kashgar China, 21.05.06 Drucken E-Mail

多的消费者享受中国移动 (Saletti zaeme)

Von Osh nach Kashgar sassen wir jeden Tag auf den Fahrraedern und haben einige Kilometer und Hoehenmeter bewaeltigt. Trotz Magen-Darm-Beschwerden haben wir 5 Paesse (2400-3600m) ueberquert und eine atemberaubende und abwechslungsreiche Landschaft erleben duerfen. Mit einer lustigen Geschichte am Zoll verabschiedeten wir uns von Kirgistan und sind jetzt bereits in China, wo wir verzweifelt Ortsschilder und Menukarten zu entziffern versuchen... 届e拇文学原创



In Osh, der 2. groessten Stadt Kirgistans, gab es vieles zu besichtigen: einer der groessten und besten Basare in ganz Zentralasien (konnten Stundenlang den Leuten zuschauen), den Salomo Felsen, von wo aus man einen super Blick ueber Osh und die umliegenden Berge hat und auch kulinarisch gab es einiges auszuprobieren. Natuerlich erlebten wir einige Ueberraschungen, da wir ueberhaupt keine Ahnung hatten was in den Menukarten stand (hatten aber das Zeigebuechlein....). Deshalb kam es auch nicht ueberraschend, dass unsere Maegen nicht alles so gut vertragen haben. Uns plagten dann einige Tage Magen-Darm-Beschwerden und Unwohlsein.

Mit gefuellten Taschen gings nach 3Tg. Osh weiter richtung Chyrchyk Pass 2400m und Taldyk Pass 3615m. Das Alaj Tal hinauf passierten wir unzaehlige kleine Bauerndoerfer. Die Leute hier sind sehr arm und leben ausschliesslich von der Schaf-, Ziegen-, Esel-, Kuh- oder Pferde-Zucht. Die Familie, bei der wir die 2. Nacht nach Osh verbringen durften, besitzt 2 Kuehe, 2 Rinder, 25 Ziegen, eine Truthahn Familie und ein paar Huehner. Bevor die Kinder zur Schule gehen, treiben sie die Tiere auf die naheliegende Weide. Am Abend melkt die 14-jaehrige Tochter geschickt die beiden Kuehe. Im nu ist der Eimer mit 5l frischer Milch gefuellt...

Am naechsten Tag passieren wir den Chyrchyk Pass relativ zuegig. Die Strassen waren fuer kirgisische Verhaeltnisse recht gut. Nach 62km stellten wir auf 2500m unser Zelt auf und kochten kirgisische Pastas mit Tomatenpueree (schmeckt schrecklich...aber wir hatten Kohldampf)  Unsere Nachbarn waren auch am Zelten. Eine Familie, welche in ihrer Jurte lebte, beobachtete verdutzt wie schnell wir unsere "mini Jurte" aufgestellt und bezugsbereit hatten.

Die Strasse zum Taldyk Pass 3615m, am naechsten Morgen, wurde immer schlechter und die Luft auf den letzten 400m immer duenner. Ein Gewitter im Nacken, die Vorfreude auf die Abfahrt und die vielen Anfeuerungspfiffe der Menzbier/Murmeltiere gaben uns noch den noetigen Schub bis zur Passhoehe. Oben angekommen vergassen wir rasch alle Strapazen. Das Pamir Gebirge mit Peak Lenin (7134m) lag gleich vis a vis und sah zum greifen nahe aus. Waehr
end der Abfahrt nach Sary Tash mussten wir diverse Male anhalten und die unglaublich schoene Aussicht geniessen. Der Anblick erinnert bereits an Bilder aus Tibet und die Vorfreude ist nun ungebannt.....

Der Zufall wollte es, dass wir am Abend genau 1'000km und etwas mehr als 10'000H.m. auf unseren Tachos hatten. Das Glas Schaempis mussten wir uns denken, dafuer aber erwartete uns ein candle light dinner. Das ganze Dorf war im dunkeln und hatte kein Strom. Normalerweise sollte zwischen 19-20Uhr der Strom eingeschaltet werden, aber an diesem Abend war auch um 2200 Uhr noch tote Hose. Dafuer ging morgens um 0200 Uhr auf einmal das Licht an und aus der Kueche scherbelte Modern Talking (ist in Kirgistan top in....) in voller Lautstaerke. Es klappte also doch noch.... Auf einer sehr schlechten Schotterstrasse und einem kleinen ueberraschungs Pass (3536m) gings richtung der chinesischen Grenze zu. Kirgistan wollte sich noch von uns verabschieden und zeigte sich  nochmals von der besten Seite.....   Schreiend
Kurz vor Feierabend ging die Strasse wieder (!!) auf 2900m runter und wir standen vor einem Aufstieg. Die Grenze zu China, nur noch 20km entfernt, liegt ja auf einem Pass (ca. 3500m, dachten wir), und ob schon dies unser Tagesziel gewesen waere suchten wir erschoepft und durchgeschuettelt ein plaetzchen fuer unsere Jurte.

Am naechsten morgen staunten wir nicht schlecht als es nach einem 200m anstieg schon wieder abwaerts ging. Bald kamen wir an einem riesen Parkplatz vorbei mit unzaehligen, beladenen LKW's parkiert. In der Annahme, dies sei wieder einmal eine Truckzahlstelle, flitzten wir elegant zwischen einer Barriere mit einem grossem STOP Schild hindurch, der Zoll ist ja nicht mehr weit, also auf gehts. Bald aber wurden wir lautstark zurueckgepfiffen und jene uniformierten Kirgisen kamen aus allen Loechern gesprungen. An einem grossen Gittertor mussten wir dann unsere Paesse zeigen. Als wir nach Irkestam und dem Zoll fragten sagte ein Zoellner, dies sei hier und den Pass den wir meinten noch vor uns zu haben, haetten wir bereits passiert.... Ja nu, auch gut. So machten wir eben das ganze Zoll prozedere rueckwaerts und dies dauerte aufgruend unseres "vergehens" bestimmt doppelt so lange als sonst.  :o)  Weiter gings zum Chinesischen Zoll. Hier fuhren wir an einer elend langen LKW Kolonne vorbei. Wieder an einer Barrierer war kein weiterkommen. 3 Backpackers informierten uns, dass die Chinesen lunch time haben und der Zoll von 11-14Uhr geschlossen sei. > welcome to China.... mit etwas verspaetung konnten wir um 14:30 aus der pole position richtung Zollhaus starten. 2h spaeter waren dann alle Papiere ausgefuellt, unsere Taschen durchwuehlt und den Vogelgrippe check abgeschlossen. Wir sind in China !

Da es schon spaet war entschieden wir uns gleich an der Grenze ein Zimmer zu suchen. Mit der Unterstuetzung (oder besser Begleitung) von 2 Polizisten fanden wir jemand, der uns sein Zimmer (ein Stinkloch mit Maeusen)  zu Verfuegung stellte. Hotel ?  > sorry don't have....  Seit Osh ohne Dusche wollten wir die 250km durch die Wueste nach Kashgar wenn moeglich in 2 Tagen zuruecklegen. Wir standen frueh auf, legten bei gutem Wind/Belag 140km zurueck und landeten gegen Abend in der Stadt Wuqia. Eine neue, typisch chinesische Stadt, noch nicht einmal 20 jaehrig und lebt von Holzanbau, Kohlemienen und Eisen recycling. Wir fanden sogar ein gutes Hotel und mit einem "Uebersetzer" der extra herbeigerufen wurde konnten wir alle Details klaeren. (wir wollten ja unsere Raeder wie immer ins Zimmer nehmen....) Er war sehr freundlich und wir trafen ihn spaeter noch zu einer privaten Fuehrung durch die Stadt. Dies, obschon wir eigentlich fix und foxi waren von der langen, heissen Etappe.
Bei immer breiter werdenden Strassen und bedeutend mehr Verkehr ging es am naechsten Morgen langsam richtung Kashgar zu. Am Schluss fuhren wir sogar auf der Autobahn, neben LKW's, Autos, Toefflis und Eseln. Alle benutzten diese Strasse. 

In Kashgar fanden wir rasch das richtige Hotel, geniessen nun den ueblichen Luxus einer Grossstadt. Kashgar ist ein guter get away point fuer alle Himmelsrichtungen. Von hier aus startet man richtung Nord China, Tibet, Muztagh Ata, Pakistan, Kirgistan etc. Das Hotel ist voll mit backpackers und einem Japaner, der soeben mit dem Velo richtung Tibet gestartet ist und die gleiche Route wie wir faehrt.
 

Morgen Mo starten wir zu eimem 1 day Trip (by car) zum Karakolsee, der vor dem Muztagh Ata 7546m liegt. Sobald das Ortlieb Ersatzteil eintrifft, starten wir endlich richtung Ali in Tibet.

Wir hoffen die Berichte sind nicht zu lange oder zu langweilig. Werden uns, wenn moeglich, wieder aus Ali melden. Aber bis dort hin muessen wir zuerst 1'327km zuruecklegen und dabei vier 4000er und fuenf 5000er Paesse ueberqueren. Und eine Dusche haben wir bis dann sicher auch wieder noetig....   :o)

 中国移动通信的客户

 Tanja und Chris

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